FDP Billerbeck zu Beratungen im Landtag

Der Ortsvorsitzende der FDP-Billerbeck, Marc Diekel, und der schulpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Dr. Rainer Hertel mit der Landtagsfraktion der FDP in Düsseldorf.

Der Ortsvorsitzende der FDP-Billerbeck, Marc Diekel, und der schulpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Dr. Rainer Hertel, fuhren am 23. Februar mit den Mitgliedern der Arbeitskreises Schule zu Beratungen mit der FDP-Landtagsfraktion nach Düsseldorf.

In den Gesprächen mit Ingrid Pieper-von Heiden, MdL, schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, und dem schulpolitischen Referenten Malte Kelm standen zukünftige Entwicklungen im Schulsektor auf der Tagesordnung.

Die FDP-NRW hat mit ihrem Modell der Regionalen Mittelschule ein Programm entwickelt, das insbesondere dem ländlichen Raum neue Möglichkeiten bietet.
Anlass für die Gespräche waren die aktuellen Entwicklungen im Schulbereich. Nicht zuletzt auch der Schülerrückgang in Billerbeck zwang die Kommunalpolitiker zum Handeln.

Anders als die FDP haben die anderen Parteien aber auf das Modell der „Schule für alle“ gesetzt. Dieses Modell wurde von den Diskussionsteilnehmern eher kritisch gesehen und in seiner Skepsis wurden sie darin von der Landtagsfraktion unterstützt. „Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass längeres gemeinsames Lernen zu besseren Ergebnissen führt“, so Pieper-von Heiden in dem Gespräch. Dagegen gäbe es Untersuchungen, die darauf hindeuteten, dass es gerade die schwachen und starken Schüler sind, die von solchen Bildungsgängen Nachteile haben.

Für die Zukunft entwickelte die Gesprächsrunde die Idee, ortsübergreifend stärker zusammenzuarbeiten und schulische Zweckverbünde zu bilden.

“Ich bedaure, dass von der Verwaltung nie Alternativen zur ‚Schule für alle‘ geprüft wurden, sondern einzig nur dieses Modell von der Verwaltung favorisiert wurde“, so Dr. Hertel.

Zwar zwinge der Schülerrückgang zur Umgestaltung der Schullandschaft, die Möglichkeiten reichten dabei jedoch von der Aufteilung der verschiedenen Bildungsgänge auf die Gemeinden über verschiedenen getrennte Bildungsgänge unter einem Dach bis zu Dependance-Lösungen. „Für die FDP steht bei allen Lösungsvorschlägen der Erhalt der Qualität der bisherigen Schulabschlüsse im Interesse der Schüler deutlich im Vordergrund“, so der Ortsvorsitzende und Arbeitskreis-Leiter Marc Diekel. Einer schleichenden Absenkung des Schulniveaus müsse man entgegenwirken. Der Arbeitskreis Schule des FDP-Kreisverbandes Coesfeld wird in seiner nächsten Sitzung über einen entsprechenden Vorschlag für die Gemeinden im Kreis Coesfeld beraten.